Spektroskopie in Bamberg

 

In Bamberg arbeitet vor allem die Arbeitsgemeinschaft Spektroskopie unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Heber. 

Sternwarte Bamberg
Die beiden Beobachtungskuppeln der Universitätssternwarte in Bamberg

60 cm Cassegrain Teleskop
60cm Newton Teleskop

 

Die technische Ausrüstung besteht aus einem Cassegrain Teleskop mit 60 cm Öffnung und einem Gitterspektrographen (Modell 10c) der Firma OPTO Mechanic Research Inc.. Der Spektrograph ist im Primärfokus der Cassegrain-Anordnung montiert. Um bei diesem großen Spiegel die Verformung bei Horizontbeobachtung zu berücksichtigen, wurde eine Korrekturoptik eingebaut, die überall eine punktförmige Sternabbildung garantiert.

 

Als Zubehör für den Spektrographen existieren:

  • Reflektionsgitter mit 600 Linien pro mm

  • Reflektionsgitter mit 1200 Linien pro mm

  • Spaltanordnung mit 50µm breitem Spalt

  • Spaltanordnung mit 100µm breitem Spalt

 

Spektograph
OPTO Gitterspektrograph Modell 10c

Für die Beobachtungen wählten wir die Kombination aus dem Gitter mit 600 Linien pro mm und dem 100µm breiten Spalt. Eine interne Eisen -Neon Lochkathodenlampe liefert das Vergleichsspektrum für die Wellenlängenkalibration. 

Vergleichspektrum
Vergleichsspektrum

 

Sternspektrum
Sternspektrum

Faseroptische Leitungen übertragen das Licht der Vergleichslampe direkt zu den Vergleichsspalten, die den Sternspalt links und rechts flankieren. Auf diese Weise erscheint links und rechts das Sternspektrum jeweils ein Vergleichsspektrum. Ferner verfügt der Spektrograph übereinen sogenannten Widener zur Aufspreizung der Spektren. Als Aufnahmesensor dient eine SBIG ST6 CCD Kamera

 

Die Spektren wurden mit dem Programmpaket MIDAS (Munich Image Data Analysing Software) reduziert. Die Reduktion der Sternspektren erfolgt in folgenden Schritten:
  1. Transfer der Daten als FITS File auf die UNIX Workstation

  2. Einlesen der Spektren in MIDAS

  3. Darstellung und Rotation der Spektren

  4. Extraktion des Objekts- und Vergleichsspektrum

  5. Wellenlängenkalibration

  6. Reduktion des Himmelhintergrunds

  7. Normierung des Spektrumkontinuums und Messungen der Äquivalenzbreiten

  8. Aneinanderreihen mehrerer Einzelspektren zu einem großen Spektrum

  9. Ausdruck der ausgewerteten Spektren mit dem Programm DISPO